Orakel
Smart Contracts können keine Informationen außerhalb ihrer Blockchain abrufen, etwa den aktuellen Kurs eines Werts. Orakelnetze sammeln solche Daten, bündeln und signieren sie und schreiben sie on-chain, damit Kreditmärkte, Derivate und Stablecoins sie nutzen können.
Woher der Kurs kommt
Ein Orakel holt Kurse aus vielen Quellen, lässt sie von mehreren unabhängigen Knoten melden und fasst die Meldungen zusammen, oft über den Median. So richtet eine fehlerhafte Quelle oder ein manipulierter Markt weniger Schaden an.
Push und Pull
Im Push-Modell aktualisiert das Orakel den Kurs on-chain in festen Abständen oder ab einer bestimmten Abweichung. Im Pull-Modell bringt die Anwendung bei Bedarf einen frisch signierten Kurs selbst auf die Chain. Das erlaubt häufigere Aktualisierungen, die Kosten trägt der Nutzer.
Warum das zählt
Kreditprotokolle entscheiden anhand von Orakelkursen über Liquidationen. Ein falscher Kurs kann Massenliquidationen auslösen oder faule Kredite hinterlassen. Welches Orakel ein DeFi-Protokoll nutzt, ist deshalb eine wichtige Frage.
Orakel im Lexikon
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API3
OrakelBei API3 betreiben die Datenanbieter ihre Orakelknoten selbst, sodass Daten ohne Zwischenhändler auf die Chain kommen.
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Chainlink
OrakelChainlink ist das größte Orakelnetz, live seit 2019, und liefert Preisfeeds für einen großen Teil von DeFi.
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Pyth Network
OrakelPyth Network bezieht Kurse direkt von Börsen, Market Makern und Handelshäusern.
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RedStone
OrakelRedStone ist ein modulares Orakel mit Push- und Pull-Lieferung für viele EVM-Netze und eigenen Feeds für…
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