KryptoBlick

Kryptowährungen und Blockchain verständlich erklärt. Mit Quellen, ohne Kursprognosen.

Bitcoin

Seit 2009 läuft das Bitcoin-Netzwerk ohne Unterbrechung. Hier steht, wie es funktioniert und warum es bis heute die wichtigste Kryptowährung ist.

Zuletzt geprüft am 1. November 2026

Am 31. Oktober 2008 veröffentlichte eine Person oder Gruppe unter dem Namen Satoshi Nakamoto ein neunseitiges Papier mit dem Titel "Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System". Wenige Wochen später, am 3. Januar 2009, entstand der erste Block. Wer hinter dem Pseudonym steckt, ist bis heute nicht geklärt.

Bitcoin war von Anfang an als Geld ohne Mittelsmann gedacht. Heute sehen viele darin eher einen digitalen Wertspeicher, ähnlich wie Gold. Beide Sichtweisen haben ihre Anhänger, und beide hängen an denselben technischen Eigenschaften.

Warum es nur 21 Millionen Bitcoin gibt

Neue Bitcoin entstehen ausschließlich als Belohnung für Miner. Diese Belohnung halbiert sich alle 210.000 Blöcke, also ungefähr alle vier Jahre. Dadurch nähert sich die Gesamtmenge der Grenze von 21 Millionen BTC an, ohne sie zu überschreiten. Der letzte Bitcoin wird nach heutiger Rechnung um das Jahr 2140 geschürft.

Das Halving

Beim letzten Halving im April 2024 sank die Belohnung pro Block von 6,25 auf 3,125 BTC. Das nächste Halving wird für 2028 erwartet. Ob ein Halving den Kurs bewegt, ist umstritten: Der Termin ist seit Jahren bekannt, und Märkte preisen Bekanntes oft vorher ein.

Mining

Miner bündeln Transaktionen zu Blöcken und suchen per Ausprobieren eine Zahl, die zusammen mit dem Blockinhalt einen Hash mit bestimmten Eigenschaften ergibt. Wer zuerst fündig wird, darf den Block anhängen und erhält Belohnung plus Gebühren. Das Netzwerk passt die Schwierigkeit alle 2016 Blöcke an, damit im Schnitt alle zehn Minuten ein Block entsteht.

Mit Strompreisen wie in Deutschland lohnt Mining für Privatleute praktisch nicht. Mehr dazu unter Staking und Mining.

Lightning-Netzwerk

Die Bitcoin-Blockchain schafft nur wenige Transaktionen pro Sekunde. Das Lightning-Netzwerk setzt darauf auf: Zahlungen laufen über Kanäle zwischen den Teilnehmern und landen erst beim Schließen eines Kanals auf der Blockchain. Kleine Beträge gehen so in Sekunden und für Bruchteile eines Cents durch.

Bitcoin an der Börse: ETFs und ETPs

Seit Januar 2024 sind in den USA Spot-ETFs auf Bitcoin zugelassen. In Europa gibt es schon länger börsengehandelte Produkte (ETPs oder ETNs), die Bitcoin abbilden. Wer sie kauft, besitzt keinen eigenen Bitcoin, sondern ein Wertpapier. Das ist bequemer, hat aber laufende Kosten und wird steuerlich anders behandelt als der direkte Besitz. Details unter Steuern.

Quellen

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